Cooler Sport trifft coole Mädchen* beim Seitenwechsel e.V. aus Berlin

Geschrieben von Antje Blumhagen

2 Jun 2021

Sport ist für alle da, unabhängig vom Geschlecht, der Herkunft, Religionszugehörigkeit oder sonstigen äußeren Merkmalen! Es zählt einzig und allein, wozu man sich zugehörig fühlt, der Sport bietet dabei eine Möglichkeit, sich selbst zu bestimmen.

Für diesen Grundsatz steht der Berliner Verein Seitenwechsel, der mit seinem Crowdfunding-Projekt eindrucksvoll gezeigt hat, wie Inklusion im Sport funktionieren kann. Lest selbst!

Vorstellung des Vereins & Projektidee

Der Berliner Verein Seitenwechsel e.V. hat sich eine besonders coole Idee für ein Sportcrowdfunding-Projekt überlegt – Coolen Sport für coole Mädchen* bereitstellen! Gegründet 1988 in Berlin, setzt sich Seitenwechsel für mehr Vielfalt und Diversität im Sport ein und setzt ein klares Statement gegen jegliche Formen von Diskriminierung. Das Ziel ist es, die Teilhabe und Selbstbestimmung von FrauenLesbenTrans*Inter* und Mädchen im Sport zu fördern. Mittlerweile zählt der Verein 1.000 Mitglieder in 75 unterschiedlichen Sportgruppen.

Hinter der Initiative Cooler Sport für coole Mädchen verbirgt sich eine Kooperation von Vereinen, die gemeinsam Bewegungs- und Sportangebote für Mädchen und junge Frauen anbieten, die an den Bedürfnissen der Teilnehmerinnen ausgerichtet sind und Bewegung, Zugehörigkeit und Gemeinschaft fördern. Das folgende Video verdeutlicht wie wichtig Sport und Bewegung für das eigene Selbstwert- und Zusammengehörigkeitsgefühl ist.

 

Mit dem Sportcrowdfunding-Projekt soll vor allem die Zielgruppe Mintas (Mädchen, inter, nicht-binäre, trans* und agender) angesprochen werden, die insbesondere im Jugendalter noch immer viel zu wenig Beachtung findet. Die Sportangebote sollen dazu dienen, einen Raum für die Persönlichkeits- und Selbstentwicklung zu schaffen, sich zu vernetzen und anderen ein Vorbild sein zu können.

Förderung durch den #femalefutureathletes Fördertopf

Unterstützt wird das Vorhaben von dem #femalefutureathletes Fördertopf, der gemeinsam von fairplaid und dem Verein Equaletics in Höhe von 30.000 € gestellt wird. Equaletics ist ein neu gegründeter Verein, der sich für mehr Chancengerechtigkeit im Sport einsetzt und mit eigenen Beiträgen für mehr Transparenz sorgen und auf Ungleichheiten aufmerksam machen möchte. Der Fördertopf soll gezielt junge Frauen und Mädchen sowie faire Rahmenbedingungen im Sport fördern.

Wofür wird das Geld konkret eingesetzt?

Insgesamt konnten mit Hilfe von 216 Unterstützer/innen stolze 14.223 € innerhalb von 3 Wochen gesammelt werden, womit jegliche Erwartungen übertroffen wurden.
Mit dem gesammelten Geld soll grundsätzlich die Rückkehr zum Sport in verschiedenen Bereichen vereinfacht werden. Dazu wird ein Teil in den Ausbau der Plattform „Cooler Sport für coole Mädchen*“ investiert, um Informationen und Zugang zu Bewegungsangeboten im Bezirk zu ermöglichen. Weitere 4.000 € fließen in Aktivitäten und Trainingsmaßnahmen, die sich speziell an Mintas richten. Hinzu kommt das Highlight in diesem Jahr, das 20-jährige Jubiläum des Mädchensportfestes LEYLA RENNT, für dessen Umsetzung ebenfalls 4.000 € benötigt werden. Alles übrig gebliebene Geld wird in Ferienmaßnahmen und weitere Sportangebote für Jugendliche fließen.

Maßnahmen zur Bewerbung

Seitenwechsel hat einiges getan, um das Crowdfunding-Projekt weitreichend zu kommunizieren. Zunächst wurde im vereinseigenen Umfeld und in den Berliner Bezirken ordentlich Werbung gemacht. Aufgrund der hohen deutschlandweiten Bekanntheit des Vereins, konnten vor allem weitere Queere Communities animiert werden, das Projekt zu unterstützen, auch wenn die räumliche Nähe nicht immer gegeben war. In einer groß angelegten Akquise sind zudem viele Influencer/innen über Social Media Kanäle mit der Bitte zur Multiplikation kontaktiert worden.
Regelmäßige Posts bei Instagram und Facebook, die nicht nur über das Crowdfunding-Projekt an sich informiert, sondern darüber hinaus auch eine Sensibilisierung für das Thema geschaffen haben, haben die Unterstützer/innen auf dem Laufenden gehalten und motiviert, weiterhin zu supporten.

 

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Das oben verlinkte Video war zudem auf der Projektseite zu sehen und hat einen direkten und persönlichen Eindruck von dem Verein und Projektteam vermittelt, was besonders hilfreich für all diejenigen ist, die zuvor noch nicht mit dem Thema in Berührung gekommen sind.

Coole Prämienideen

Seitenwechsel hat sich viele tolle Ideen einfallen lassen, um ihren Prämienshop attraktiv zu gestalten und reichlich zu füllen. Dabei lag der Fokus vor allem auf internen Ressourcen, womit die eigenen Mitglieder direkt in das Projekt involviert wurden. Angefangen vom vereinseigenen Merchandise, wie LEYLA RENNT-Aufkleber oder Seitenwechsel-Socken oder T-Shirts, über Sportangebote mit Schwimmstunden oder Tanz Choreographien, bis hin zu höher preisigen Prämien, die auch für externe Unterstützer/innen von Interesse waren. Hervorzuheben ist dabei der „Inklusionscheck mit Anne“, der Unternehmen hinsichtlich der Frage „Wie kann ich mein Unternehmen inklusiver gestalten?“ berät. Die Kreativität des Projektteams hat gezeigt, dass sie den Covid-19 Zeiten trotzen und sich viele Ideen auch super online umsetzen lassen. Beispielsweise wurde ein Pantomime-Programm für Kids angeboten, was über Zoom durchgeführt wird.

Prämienbilder von der fairpaid-Projektsteite “Cooler Sport trifft coole Mädchen”
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Alles in allem ein rundes und super cooles Konzept des Vereins, was letztendlich auch zu einer Überfinanzierung des Crowdfunding-Projektes und zu coolem Sport für coole Mädchen* beigetragen hat.

Was ihr von Seitenwechsel e.V. lernen könnt:

  • Prämien machen den Unterschied – nutzt vor allem eure vereinsinternen Ressourcen, um euren Unterstützer/innen etwas zurückzugeben und extra Kosten zu vermeiden. Das stärkt auch das nochmal das Zugehörigkeitsgefühl zum Projekt.
  • Nutzt eure Reichweite – ihr glaubt gar nicht, wer euch alles kennt! Mediale Reichweite hilft, das Projekt weitreichend zu bewerben und erfolgreich abzuschließen.
  • Macht auf eure übergeordnete Message aufmerksam – Seitenwechsel e.V. hatte neben der Umsetzung des Projektes das klare Ziel, Aufklärung zu betreiben. Was ist eure Mission?

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