Wenn du mit deinem Crowdfunding-Projekt Erfolg haben willst, ist eine simple Wahrheit entscheidend: Jede Person, die dein Projekt wirklich wahrnimmt, kann Unterstützer:in werden.
Dein erster Schritt: Erstelle eine vollständige Kontaktliste mit deinem gesamten Netzwerk. Betrachte sie wie einen Kreis mit mehreren Ringen – vom innersten Freundes- und Familienkreis nach außen zur weiteren Community:
(a) Engster Kreis: Familie und Freund:innen
(b) Bekanntenkreis: Vereinskolleg:innen, Arbeits- und Studienfreunde, Trainingspartner:innen, Nachbar:innen
(c) Interessierte außerhalb des direkten Umfelds: Vereinsmitglieder, Sport-Communities, lokale Unternehmen, Unterstützer:innen mit ähnlichen Interessen
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FAIRPLAID: eigene Abbildungen, das Zwiebelprinzip.
Wie du dein Netzwerk gezielt nutzt
Um gezielt potenzielle Unterstützer:innen anzusprechen, kannst du drei Gruppen unterscheiden:
- Geldgeber:innen: Personen, die direkt finanziell unterstützen.
- Multiplikator:innen: Leute mit Reichweite, die dein Projekt weitertragen.
- Prämienhelfer:innen: Menschen oder Unternehmen, die Prämien oder Gegenleistungen zur Verfügung stellen.
Damit sprengst du deine persönliche Blase und erreichst auch Menschen, die dich vielleicht gar nicht kennen.
Woher kommen die Unterstützer:innen gewöhnlich?
Unsere Analysen zeigen: Die meisten Unterstützer:innen haben eine emotionale Bindung, eine örtliche Nähe oder beides.
- Emotionale Bindung: Freunde, Familien, Vereinskolleg:innen oder Menschen mit ähnlichen Interessen (z. B. gleiche Sportart). Diese Personen unterstützen, weil sie dich oder dein Thema kennen.
- Lokale Nähe: Personen aus derselben Stadt oder Region. Sie unterstützen dein Vorhaben, weil sie sich mit der Idee identifizieren oder es ihnen wichtig ist, lokale Projekte zu stärken. Laut Daten kommen rund 70 % der Unterstützer:innen aus derselben Stadt oder Umgebung.
Beispiel: Ein Sportprojekt bietet spezielle Prämien für Handball-Fans an. Damit gewinnt der:die Projektstarter:in nicht nur ein direktes Netzwerk, sondern auch Gleichgesinnte aus der Handball-Community – teilweise ohne persönliche Beziehung vorher. Schau mal bei diesem Handball-Projekt vorbei ➝fairplaid.org/flames
Mit klarem Plan: So sprichst du deine Crowd an
1. Zielgruppen klar definieren: Schau dir dein Netzwerk an und frage dich: Wer passt emotional? Wer ist lokal? Wer könnte interessiert sein?
2. Den passenden Kanal wählen
- Emotionale Bindung: Social Media, Vereins- oder Sportgruppen, persönliche Ansprache
- Lokale Nähe: Lokale Presse, Newsletter, Flyer, Mundpropaganda, Veranstaltungen
3. Mit dem Kommunikations-Mix zum Erfolg: Setze nicht nur auf einen Kanal. Kombiniere persönliche Ansprache mit Social Media, WhatsApp, E-Mail, Presse, Flyer oder Veranstaltungen, sodass potentielle Unterstützer:innen über verschiedene Wege mit dem Projekt in Berührung kommen. So erreichst du verschiedene Menschen mehrfach und erhöhst die Chance, gesehen zu werden.
Die Crowd ist bunt: plane von Anfang an mit Vielfalt
Crowdfunding funktioniert nicht allein durch Spendenaufrufe. Es braucht eine durchdachte Strategie und ein Bewusstsein dafür, wie unterschiedlich Menschen sind und wie sie erreicht werden können. Mit einer gut strukturierten Kontaktliste, klar definierten Zielgruppen und vielfältiger Kommunikation wächst deine Crowd schnell und zuverlässig.




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